Hans Leo Hassler
Hans Leo Hassler wurde 1564 in Nürnberg geboren und starb am 5. Juni 1612 auf einer Reise in Frankfurt am Main. Er war der bedeutendste deutsche Komponist der Spätrenaissance.
Hassler erhielt seine musikalische Ausbildung in Nürnberg und 1584/85 in Venedig durch Andrea Gabrieli und dessen Neffen Giovanni Gabrieli, mit dem er sich befreundete.
Nach seiner Rückkehr 1586 war Hassler bis 1600 Organist beim Grafen Octavianus II. Fugger in Augsburg, wahrscheinlich durch Empfehlung Gabrielis. Er stand lange in Diensten Kaiser Rudolfs II., der ihn 1595 adelte.
Hassler wurde 1608 in Dresden "Musikus und Kammerorganist" des Kurfürsten Christian II. von Sachsen und begleitete 1612 dessen Nachfolger, Johann Georg I., zur Wahl des Kaisers Matthias nach Frankfurt am Main, wo er an der Schwindsucht starb.
Als weltlicher Komponist ist er bekannt durch seine Madrigale und Tänze. Als kirchlicher Komponist ist er sowohl für die Katholiken als auch für die Protestanten von gleich großer Bedeutung. Er komponierte für die katholische Kirche Messen und Motetten und bereicherte den evangelischen Kirchengesang durch Choralsätze von unvergänglichem Wert.